Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres werden alle erarbeiteten Übungen und Techniken bei Pferden und Reitern überprüft.

Die Begriffe Entspannung, Gleichgewicht, Impulsion wurden erklärt, das Basisdreieck des Ausbildungsplanes der EDL ausführlich besprochen.

In diesem Modul wurde schwerpunktmäßig die Basis überprüft, der Sitz in den Lektionen verbessert, die Seitengänge intensiviert, Übungen für den Galopp mehr integriert. Der Gebrauch der Kandare mit Zügelführung »al la française« wurde erklärt, begleitet mit vorangehenden Biege- und Abkauübungen und Arbeit an der Hand, so so konnten auch einige Teilnehmer testen, wie mit Kandare ein Pferd nach der Ecole de Légèreté geritten wird und welche Funktionen diese hat.

Natürlich muss jeder Reiter vorher gelernt haben, zügelunghängig zu sitzen, und seine Hand situationsgerecht aufwärts, seitwärts, vorwärts, sinkend einzusetzen, und niemals rückwärts einzuwirken. Erst dann kann er mit Ruhe die Kommunikation mit 4 Zügeln durchführen. Das jeweilige Pferd darf vor Gebrauch einer Kandare keinesfalls stützen, sich einrollen oder sich dem Kontakt massiv nach oben entziehen. Es sollte in seiner Schiefe weitestgehend korrigiert sein und es muss bereits in der Arbeit auf Trense verstanden haben , wenn der Reiter eine Dehnungshaltung anweist oder es aufrichten möchte

»Vorausgesetzt, das Pferd hat das Kandarengebiss akzeptiert und verstanden, trägt das Gebiss nur dann auf sinnvolle Art und weise dazu dabei, das Genick zu beugen und den Kopf ruhig zu halten, wenn das Pferd unentwegt gelassen im Maul nachgibt.
Richtig verstanden wirken Trensen- und Kandarengebiss entgegengesetzt, sie ergänzen sich gegenseitig: Das eine Gebiss hat von Natur aus eine aufrichtende und streckende Wirkung. Das Kandarengebiss eine beugende « P.Karl, Irrwege der modernen Dressur